Beim Jiggen werden Gummifische (Softbaits) auf einem Jigkopf geführt. Der Köder wird bis auf den Grund sinken gelassen und dann durch rhythmisches Heben und Senken der Rutenspitze animiert - so entsteht die typische Auf-und-Ab-Bewegung, die Raubfische stimuliert.
Grundprinzip:
Köder auswerfen, bis auf Grund sinken lassen (Bodenkontakt spüren), dann 20-40 cm anheben und wieder sinken lassen. Die Bissbisse erfolgen meist in der Sinkphase.
Ködergewicht:
Das Jiggewicht richtet sich nach Tiefe und Strömung: In ruhigen Stillgewässern 5-15 g, in Flüssen mit Strömung 15-40 g, in tiefen Seen bis 50 g.
Schnurführung:
Geflochtene Schnur mit Fluorocarbon-Vorfach ist ideal - der direkte Kontakt und die Bissübertragung sind bei Geflochtenem deutlich besser als bei Monofil.
Profi-Tipps
- Bodenkontakt ist alles - wenn Sie den Grund nicht spüren, zu leichter Köder oder zu dicke Schnur.
- Im Winter: langsamer jiggen, weniger Hubbewegungen, Pausen länger.
- Bei Zander: eher ruhige, kleine Bewegungen. Bei Barsch: lebhaftere Sequenzen.
- Vorfachlänge: 40-80 cm Fluorocarbon reduziert Schnurscheu bei klarem Wasser.
- Nach dem Auswerfen die Schnur locker halten und den Köder auf Spannung beim Absinken kontrollieren.
Häufige Fehler
- Zu schwerer Jig bei ruhigem Wasser - Köder liegt zu schnell auf dem Grund.
- Zu starke Rückenbewegungen - subtile Bewegungen sind effektiver.
- Kein Bodenkontakt durch zu leichten Jig bei Strömung.
- Zu dickes Vorfach schreckt scheue Raubfische ab.