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Wels

Wels

Silurus glanis

Echte Welse (Siluridae)

Größter heimischer Süßwasserfisch Europas, ein nachtaktiver Räuber mit charakteristischen Barteln.

Wels

Silurus glanis

Der Wels ist unser größter stationärer Süßwasserfisch und lebt meist einzelgängerisch in vielen stehenden und langsam fließenden Gewässern Deutschlands. Dabei bevorzugt er sommerwarme und pflanzenreiche Reviere mit weichem, schlammigem Untergrund. Nur als Jungtier lebt er teilweise gesellig und ernährt sich zunächst von der wirbellosen Fauna seines Lebensraumes. Mit zunehmendem Alter wird er mehr und mehr zum Raubfisch und verschmäht auch Wasservögel, Amphibien und kleinere Wirbeltiere nicht. Seine Hauptnahrung besteht jedoch aus Fischen. Dabei vertilgt er die eher kleinwüchsigen Rotaugen oder Barsche ebenso wie größere Schleien, Zander, Hechte, Karpfen oder Aale.

Als überwiegend nachtaktiver Raubfisch liegt der Wels tagsüber oft verborgen unter Wasserpflanzen, umgestürzten Bäumen, unterspülten Ufern oder sonstigen Verstecken. Erst mit Einbruch der Dunkelheit wird er aktiv und geht auf Beutesuche, bei der ihm seine tastempfindlichen Barteln und sein äußerst empfindliches Gehör bei der Orientierung helfen.

Welse sind bei entsprechendem Nahrungsangebot sehr schnellwüchsig und erreichen schon im Alter von 2-3 Jahren die Geschlechtsreife. Ihr Gewicht liegt dann bei etwa 2 kg. Dabei gehört die Art zu den langlebigen Fischarten und kann ein Alter von bis zu 80 Jahren erreichen. Da der Wels zeitlebens weiterwächst, sind Größen von mehr als 2 Metern selbst in kleineren Standgewässern keine Seltenheit. Mit der Handangel wurden in Europa schon Welse von mehr als 2,70 m gefangen.

In seinem natürlichen Verbreitungsgebiet und unter guten Bedingungen sind oft größere reproduzierende Bestände anzutreffen, die auch regional kommerziell befischt werden. Auch in der Aquakultur wird er zunehmend genutzt, da sein weißes und grätenarmes Fleisch auch für die Vermarktung als Speisefisch von Interesse ist. Als Angelfisch ist er allein schon wegen seiner Größe sehr interessant. Der Wels wird daher sehr gerne und intensiv befischt, wobei aufgrund der potenziellen Größe und Kampfkraft der Art meist deutlich stärkeres Gerät zum Einsatz kommt als z.B. bei der Angelei auf Hecht oder Zander.

Erkennungsmerkmale

  • Breiter, abgeflachter Kopf mit großem Maul
  • Sechs Barteln (zwei lange am Oberkiefer)
  • Schuppenloser, schleimiger Körper
  • Lange Afterflosse bis zur Schwanzflosse

Laichzeit

Mai bis Juli (ab ca. 20 Grad Wassertemperatur)

Beste Fangzeit

Warme Sommernächte; trübes Wasser nach Regen

Nahrung

FischeKrebseFröscheWasservögelAas

Empfohlene Köder

TauwurmbündelKöderfischCalwormPellet

Fangmethoden

WelsangelnGrundangelnKöderfischangelnSpinnfischen

Gut zu wissen

Spürt Beute mit Barteln und Seitenlinie auch bei völliger Dunkelheit. Benötigt sehr kräftiges Spezialgerät.

Schonzeiten & Mindestmaße nach Bundesland

Alle Bundesländer →
Bundesland Schonzeit Mindestmaß
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin 75 cm
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern 01.05.-30.06. 70 cm
Niedersachsen 50 cm
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland 30 cm
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen 50 cm

Community-Daten, ohne Gewähr. Schonzeiten und Mindestmaße unterscheiden sich je nach Gewässer, Verein und Verordnung und ändern sich regelmäßig. Verbindlich ist immer die aktuelle Landesfischereiverordnung bzw. die jeweilige Gewässerordnung. „—" = keine landesweite Angabe.

Häufige Fragen zum Wels

Wie groß wird der Wels?

Der Wels erreicht typischerweise 80-180 cm (max. 270). Das Gewicht liegt bei 5-50 kg (max. 130).

Wie fängt man den Wels?

Bewährte Methoden sind Welsangeln, Grundangeln, Köderfischangeln, Spinnfischen. Als Köder eignen sich Tauwurmbündel, Köderfisch, Calworm, Pellet.

Wann beißt der Wels am besten?

Warme Sommernächte; trübes Wasser nach Regen

Wann laicht der Wels?

Die Laichzeit ist Mai bis Juli (ab ca. 20 Grad Wassertemperatur). In dieser Zeit gilt häufig eine Schonzeit.

Hat der Wels eine Schonzeit?

Ja. Schonzeit und Mindestmaß für den Wels unterscheiden sich je Bundesland – die genauen Werte stehen in der Tabelle oben. Verbindlich ist die Landesfischereiverordnung.

Kann man den Wels essen?

Ja, der Wels ist ein geschätzter Speisefisch.

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Informationen teilweise aus: anglermap.de

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