Jedes Fließgewässer verändert sich von der Quelle bis zur Mündung – und mit ihm
die Fischwelt. Diese Längszonierung teilt Bäche und Flüsse in fünf
Fischregionen, jede benannt nach ihrem
Leitfisch. Wer die Region kennt, weiß, welche Arten ihn erwarten und wie er sie befischt.
1
Forellenregion
Leitfisch: Bachforelle
Oberlauf · unter 10 °C · sauerstoffreich · starke Strömung · Kies & Geröll
Der kalte, schnelle Oberlauf mit steinigem Grund. Sauerstoffreich und nährstoffarm – hier leben anspruchsvolle Salmoniden wie Bachforelle und Groppe sowie die Elritze.
2
Äschenregion
Leitfisch: Äsche
Oberer Mittellauf · bis ~15 °C · strömungsreich · Kies & Sand
Etwas wärmer und breiter als die Forellenregion, aber weiterhin sauerstoffreich und kiesgeprägt. Charakterfisch ist die Äsche; dazu Forelle, Döbel und Hasel.
3
Barbenregion
Leitfisch: Barbe
Mittellauf · ~15–18 °C · mäßige Strömung · Sand & Feinkies
Der Fluss wird breiter und langsamer, der Sauerstoffgehalt schwankt. Neben der Barbe finden sich Nase, Döbel, Aland und erste Weißfischschwärme.
4
Brachsenregion
Leitfisch: Brachse (Blei)
Unterlauf · warm · langsam · trüb · sandig-schlammig
Die artenreichste Zone: warmes, langsames Wasser mit Schlammgrund und dichtem Pflanzenwuchs. Heimat von Brachse, Rotauge, Karpfen, Hecht, Zander und Aal.
5
Kaulbarsch-Flunder-Region
Leitfisch: Kaulbarsch & Flunder
Mündung · Brackwasser · Süß-/Salzwasser-Übergang
Der brackige Mündungsbereich, in dem Süß- und Salzwasser aufeinandertreffen. Typisch sind Kaulbarsch, Flunder, Stint und durchwandernde Aale.