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Hecht

Hecht

Esox lucius

Hechte (Esocidae)

Pfeilschneller Raubfisch mit langgestrecktem Körper und entenschnabelartigem Maul, einer der beliebtesten Zielfische in Europa.

Hecht

Esox lucius

Der Hecht ist ein weit verbreiteter Raubfisch unserer stehenden und langsam fließenden Gewässer. Mit seinem entenschnabelförmigen und zahnbewehrten Maul, seiner langgestreckten Gestalt und der weit nach hinten versetzten Rückenflosse ist er unverwechselbar und gilt als recht aggressiver Räuber, zu dessen Nahrungsspektrum durchaus auch kleinere Säugetiere und Jungenten gehören. Seine Hauptnahrung besteht jedoch eindeutig aus Fischen. Dabei greift er Beutetiere aller Größe an, die er gerade noch verschlingen kann.

Hechte zeigen ein ausgeprägtes Territorialverhalten und verteidigen ihr Revier gegen vermeintliche Eindringlinge. Daher ist der potenzielle Hechtbestand eines Gewässers nicht nur vom Bestand der Beutefische, sondern vor allem vom Vorhandensein ausreichender Standplatze abhängig. Neben Pflanzenbeständen wie Seerosenfelder oder Unterwasserpflanzen können dies versunkene Bäume oder auch Gewässerstrukturen wie Kanten, Abbrüche oder Unterwasserberge sein, die dem Hecht als Lauerräuber ausreichend Deckung bieten.

Zur erfolgreichen Fortpflanzung benötigt der Hecht Flachwasserzonen mit ausreichendem Pflanzenbewuchs. Dies können Unterwasserpflanzen oder auch überschwemmte Wiesen der Fließgewässer sein. Durch den Gewässerausbau sind diese natürlichen Laichhabitate aber nur noch rudimentär vorhanden und vielen unserer künstlichen Seen wie Baggerseen, ehemaligen Braunkohleseen, Talsperren und Stauseen fehlen eben diese ausgedehnten Flachwasserbereiche. Daher sind die Hechtbestände in Deutschland vielerorts ausschließlich oder überwiegend von Besatzmaßnahmen der Fischereibetriebe, Vereine und Verbände abhängig.

Fischereiwirtschaftlich hat der Hecht große Bedeutung und wird einerseits als Speisefisch, vor allem aber als Besatzfisch für Seen und Flüsse vermarktet. Für den Angler gehört er zu den beliebtesten Beutefischen und wird mit den unterschiedlichsten Methoden befischt.

Erkennungsmerkmale

  • Langgestreckter, torpedoförmiger Körper
  • Breites, flaches 'Entenschnabel'-Maul mit vielen Zähnen
  • Rückenflosse weit hinten, nahe der Schwanzflosse
  • Grünlich-gelbe Tarnfärbung mit hellen Flecken

Laichzeit

Februar bis April (Flachwasser, über Pflanzen)

Beste Fangzeit

Frühjahr nach der Schonzeit und Herbst; Dämmerung und trübes Wetter

Nahrung

FischeFröschekleine SäugetiereWasservögel (Jungtiere)

Fangmethoden

SpinnfischenKöderfischangelnVertikalangeln

Gut zu wissen

Als Standfisch lauert er im Hinterhalt. Wegen scharfer Zähne immer ein Stahl- oder Hartfluorocarbon-Vorfach verwenden.

Schonzeiten & Mindestmaße nach Bundesland

Alle Bundesländer →
Bundesland Schonzeit Mindestmaß
Baden-Württemberg 15.02.-15.05. 50 cm
Bayern 15.02.-30.04. 50 cm
Berlin 01.01.-30.04. 45 cm
Brandenburg 01.02.-31.03. 45 cm
Bremen 01.02.-15.05. 60 cm
Hamburg 01.02.-31.05. 45-75 cm
Hessen 01.02.-15.04. 50-90 cm
Mecklenburg-Vorpommern 45 cm
Niedersachsen 01.02.-15.04. 45 cm
Nordrhein-Westfalen 15.02.-30.04. 45 cm
Rheinland-Pfalz 01.02.-31.05. 50 cm
Saarland 15.02.-31.05. 50 cm
Sachsen 01.02.-30.04. 50 cm
Sachsen-Anhalt 15.02.-30.04. 50 cm
Schleswig-Holstein 15.02.-15.04. 45 cm
Thüringen 15.02.-30.04. 50 cm

Community-Daten, ohne Gewähr. Schonzeiten und Mindestmaße unterscheiden sich je nach Gewässer, Verein und Verordnung und ändern sich regelmäßig. Verbindlich ist immer die aktuelle Landesfischereiverordnung bzw. die jeweilige Gewässerordnung. „—" = keine landesweite Angabe.

Häufige Fragen zum Hecht

Wie groß wird der Hecht?

Der Hecht erreicht typischerweise 40-90 cm (max. 150). Das Gewicht liegt bei 1-8 kg (max. 28).

Wie fängt man den Hecht?

Bewährte Methoden sind Spinnfischen, Köderfischangeln, Vertikalangeln. Als Köder eignen sich Gummifisch, Wobbler, Blinker, Köderfisch.

Wann beißt der Hecht am besten?

Frühjahr nach der Schonzeit und Herbst; Dämmerung und trübes Wetter Eine Monatsübersicht findest du im Saisonkalender.

Wann laicht der Hecht?

Die Laichzeit ist Februar bis April (Flachwasser, über Pflanzen). In dieser Zeit gilt häufig eine Schonzeit.

Hat der Hecht eine Schonzeit?

Ja. Schonzeit und Mindestmaß für den Hecht unterscheiden sich je Bundesland – die genauen Werte stehen in der Tabelle oben. Verbindlich ist die Landesfischereiverordnung.

Kann man den Hecht essen?

Ja, der Hecht ist ein geschätzter Speisefisch. Ein passendes Rezept: Hechtfilet gebraten.

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Informationen teilweise aus: anglermap.de

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