Angel-Lexikon
Anglersprache und Fachbegriffe von A bis Z – 236 Begriffe rund ums Angeln, jeweils kurz und verständlich erklärt.
A
Aal-Montage
MontageGrundmontage speziell für den Aalfang: festes oder laufendes Blei (30-80 g), kurzes Stahlvorfach oder starkes Mono (0,40 mm), Einzel- oder Drillingshaken.
Abhakmatte
AusrüstungGepolsterte, angefeuchtete Unterlage, auf der gefangene Fische zum Abhaken, Wiegen und Fotografieren schonend abgelegt werden. Pflicht oder dringend empfohlen beim Karpfen- und Raubfischangeln.
Abschlagen
TechnikWaidgerechtes Betäuben eines entnommenen Fisches durch einen kräftigen Schlag mit dem Fischtöter (Totschläger) auf den Kopf, gefolgt vom Herzstich oder Kiemenschnitt zum Töten.
Abstandshalter
AusrüstungPlastik- oder Gummistück, das das Blei einer Montage auf Abstand zur Schnur hält, um Verhedderungen zu vermeiden.
Aktion (Rute)
AusrüstungBeschreibt, wie und wo sich eine Rute unter Last biegt. Spitzenaktion biegt nur die obere Spitze, parabolische (semiparabolische) Aktion biegt bis ins Handteil. Bestimmt Wurfverhalten und Drillgefühl.
Aland
FischKräftiger Karpfenfisch (Leuciscus idus, auch Nerfling), der in größeren Flüssen und Seen schwarmweise lebt. Allesfresser, beliebter Zielfisch beim Friedfisch- und leichten Spinnangeln.
Allroundrute
AusrüstungVielseitige Rute mit mittlerem Wurfgewicht, die sich für mehrere Methoden (Grund-, Posen-, leichtes Spinnangeln) eignet. Idealer Einstieg, bevor man sich spezialisiert.
Anfüttern
TechnikEinbringen von Lockfutter vor und während des Angelns, um Fische in den Angelbereich zu locken und dort zu halten. Methoden: Hand, Futterschleuder, Futterkorb.
Angler-Erlaubnisschein
RegelwerkErlaubnis des Gewässerpächters oder Fischereivereins, an einem bestimmten Gewässer zu angeln. Gilt zusätzlich zum staatlichen Fischereischein.
Anschlag
TechnikSchnelle Aufwärtsbewegung der Rute beim Biss, um den Haken im Fischmaul zu verankern. Muss zur Bissgröße und Hakengröße passen.
Ansitzangeln
TechnikStationäres Angeln an einem festen Platz, bei dem der ausgelegte Köder am Grund oder unter der Pose auf den Biss wartet. Klassisch beim Karpfen-, Aal- und Friedfischangeln.
Äschenregion
GewässerFließgewässerzone mit schnellem, kühlem Wasser und Kiesgrund, in der die Äsche dominiert (Hyporhithral). Oberhalb der Forellenregion, unterhalb der Barbenregion.
Assist Hook
AusrüstungKurzer Einzelhaken, der über eine Kordel (Assist Line) am Jig befestigt wird. Verbessert die Hakenannahmerate bei Pilkern und Jigs.
Auftriebskörper
MontageSchwimmfähiges Element (Schaumstoff, Kork, Pop-Up), das Köder oder Vorfach über dem Grund balanciert oder anhebt, um Hänger und Kraut zu überbrücken.
Auswerfen
TechnikDas gezielte Werfen von Köder und Montage ins Wasser. Wurftechnik, Rutenaktion und Wurfgewicht bestimmen Weite und Präzision.
B
Bachsaibling
FischAus Nordamerika stammender Salmonide (Salvelinus fontinalis), in vielen Forellenbächen und -seen besetzt. Erkennbar an hellen Wurmlinien auf dunklem Rücken und rot gesäumten Flossen.
Backing
AusrüstungDünne Unterfütterungsschnur auf der Fliegenrolle unter der eigentlichen Fliegenschnur. Füllt die Spule und gibt Reserve, wenn ein großer Fisch viel Schnur nimmt.
Backlash
AusrüstungÜberdrehung des Spulensystems bei Multiplikator-Rollen, die zu einem Schnurknäuel führt. Entsteht, wenn das Gewicht des Köders die Laufgeschwindigkeit der Spule unterschreitet.
Backleads
AusrüstungZusätzliche Bleie, die die Hauptschnur hinter der Montage auf den Grund drücken. Verhindern, dass die Schnur frei im Wasser steht und scheue Fische verscheucht.
Baitcaster
AusrüstungNiederprofil-Multirolle, die oben auf der Rute sitzt und über den Daumen kontrolliert wird. Beliebt beim Spinnfischen auf Raubfisch wegen präziser Wurfkontrolle.
Barbenregion
GewässerFließgewässerzone mit tieferem, langsamem und wärmerem Wasser als die Äschenregion. Hier dominieren Barbe, Döbel und Nase.
Beifang
RegelwerkNicht-gezielte Fischarten, die beim Angeln auf eine andere Art mitgefangen werden. Müssen je nach Regelung sofort zurückgesetzt werden.
Beißanzeiger
AusrüstungElektronisches oder mechanisches Gerät, das den Biss anzeigt, wenn der Angler die Rute nicht aktiv hält. Unterschieden nach akustischem Alarm (Beeper) und optischem Signal.
Belly Boat
AusrüstungKleines, aufblasbares Sitz-Schwimmgerät („Bauchboot“), mit dem der Angler per Schwimmflossen lautlos über das Wasser gleitet – beliebt für Raubfisch- und Forellensee-Angeln.
Bite Alarm
AusrüstungElektronischer Beißanzeiger mit akustischem und/oder optischem Warnsignal. Standard beim Karpfenangeln.
Blank
AusrüstungDer nackte Rutenkörper aus Kohlefaser (Carbon) oder Glasfaser ohne Ringe und Griff. Bestimmt Aktion, Rückgrat und Sensibilität der Rute.
Blei
AusrüstungBeschwerungselement aus Blei (oder bleifreien Alternativen wie Wolfram, Zinn) in verschiedenen Formen: Olivenblei, Birnenblei, Flachblei, Inline-Blei.
Bleischrot
AusrüstungKleine, aufklemmbare Bleikügelchen (Schrotblei) zum Austarieren einer Pose oder zum Beschweren feiner Montagen. Bleifreie Alternativen aus Zinn sind verbreitet.
Blinker
KöderLöffelförmiger Metallkunstköder, der durch Trudeln und Flankenblitze beim Einholen Raubfische reizt. Klassiker auf Hecht, Forelle, Barsch und in der Brandung auf Meerforelle.
Boilie
AusrüstungRunder, gekochter Teigköder aus Mehl, Ei, Lockstoffen und Vitaminen. Standardköder beim Karpfenangeln, da er für kleine Weißfische weitgehend unattraktiv ist.
Bombarde
MontageSchwimmende, schwebende oder sinkende Wurfgewichtspose, die leichte Köder (Fliege, Teig, Wurm) auf große Distanz bringt. Vor allem am Forellensee verbreitet.
Bottom-Up-System
MontageKarpfenmontage, bei der ein schwimmfähiger Boilie einen schweren Haken gerade über dem Grund balanciert - unauffällig und bissauslösend.
Brandungsangeln
TechnikMeeresangeln vom Strand aus mit weit auswerfbaren Brandungsruten und schweren Krallenbleien. Zielfische sind u. a. Plattfische, Dorsch und Wittling.
Brandungsblei
AusrüstungSchweres (100–200 g) Krallen- oder Spezialblei, dessen Drähte sich im Sand verankern, damit die Montage in der Brandung nicht abtreibt.
Brandungsrute
AusrüstungLange (4,0–4,5 m), kräftige Rute mit hohem Wurfgewicht für das Weitwurfangeln in der Meeresbrandung – wirft schwere Krallenbleie über die Brandungskante hinaus.
Brasse
FischFriedfischart (Abramis brama) aus der Familie der Karpfenfische. Typisch für ruhige Gewässer; Standardzielfisch beim Feedern und Posenangeln.
C
Carolina-Rig
MontageUS-amerikanische Grundmontage: Gleitblei auf der Hauptschnur, dahinter Wirbel mit langen Fluorocarbon-Vorfach und Gummifisch. Ideal für Flachstellen.
Casting
TechnikWurfsport-Disziplin und Trainingsform, bei der Wurfweite und -präzision mit Gewichten oder Ködern (ohne Fisch) geübt und im Wettkampf gemessen werden.
Catch & Release
TechnikMethode des schonenden Zurücksetzens gefangener Fische. Der Fisch wird gemessen, fotografiert und sofort lebend wieder freigelassen.
Chatterbait
KöderKunstköder aus Bleikopf, Gummiköder und vorgeschaltetem Metallblatt, das beim Einholen stark vibriert und klackert. Sehr fängig auf Barsch und Zander in trübem Wasser.
Chironomide
AusrüstungZuckmückenlarven (rote Mückenlarven) - einer der wichtigsten natürlichen Köder für Forellen in Seen.
Chod-Rig
MontageKarpfenmontage mit kurzem, steifem Vorfach, das den Boilie über krautigem oder unsauberem Grund präsentiert. Läuft frei auf der Hauptschnur.
Circle Hook
AusrüstungStark nach innen gebogener Haken (Kreishaken), der sich beim Abziehen fast immer sicher im Maulwinkel fängt. Schont den Fisch und reduziert Schlucken – ideal für Catch & Release.
Crankbait
AusrüstungTauchender Hartköder mit Tauchschaufel, der beim Einkurbeln eine wackelnde Lauftiefe erreicht. Unterschieden in Flach- und Tieftaucher.
Curly Tail
KöderGummiköder mit gebogenem, beim Einholen rotierendem Schwanz („Twister“), der starke Druckwellen erzeugt. Universalköder am Jigkopf.
Czech Nymphing
TechnikFliegenfischtechnik mit kompakten, schweren Nymphen ohne Vollwurf; direkter Kontakt zur Leine für sofortige Bissanzeige. Besonders effektiv in schnellen, flachen Gewässern.
D
Dead Drift
TechnikDrift der Fliege oder des Köders mit der natürlichen Strömungsgeschwindigkeit ohne zusätzliche Bewegung durch den Angler. Ziel beim Trockenfliegen- und Nymphenfischen.
Dehnung (Schnur)
AusrüstungEigenschaft von Monofil-Schnüren, sich unter Last zu dehnen (bis 30 %). Vorteil beim Drill, Nachteil bei der Bissübertragung.
Distanzangeln
TechnikAngeln auf große Wurfweiten, etwa beim Karpfen- oder Brandungsangeln. Erfordert lange Ruten, dünne Schnüre, Schlagschnur und saubere Wurftechnik.
Döbel
FischRobuster Karpfenfisch (Squalius cephalus) der Barbenregion, sehr vorsichtig und allesfressend. Beliebter Zielfisch beim leichten Fließwasserangeln mit Naturködern.
Drag
Ausrüstung(1) Rollenbremse: regelt den Widerstand beim Abziehen von Schnur. (2) Beim Fliegenfischen: unnatürliches Ziehen der Fliege durch die Strömung.
Drill
TechnikDas Kämpfen mit dem angehakten Fisch bis zur Landung. Ziel ist es, den Fisch zu erschöpfen ohne zu verletzen.
Drilling
AusrüstungDreifachhaken mit drei an einem Schenkel verbundenen Spitzen. Standard an Wobblern und Blinkern; in vielen Gewässern aus Tierschutzgründen durch Einzelhaken ersetzt.
Drillzeit
TechnikDie Zeit, die ein Fisch zum Drill benötigt. Beim Catch & Release muss die Drillzeit kurz gehalten werden (max. 2-3 Minuten für kleinere Fische), um den Fisch nicht zu überlasten.
Drop-Shot
MontageFinessetechnik mit dem Haken 20-50 cm über dem Grundblei. Der Gummifisch schwebt frei über dem Boden - besonders effektiv für Barsch und Zander.
Durchlaufpose
AusrüstungPose, durch deren Öse die Hauptschnur frei läuft. Erlaubt das Angeln in größerer Tiefe als die Rutenlänge, da die Tiefe per Stopper eingestellt wird.
E
Echolot
AusrüstungElektronisches Ortungsgerät, das per Ultraschall Wassertiefe, Bodenstruktur und Fische sichtbar macht. Unverzichtbar beim Vertikalangeln.
Einhandwurf
TechnikStandardwurftechnik mit einer Hand am Rutengriff. Varianten: Überkopfwurf, Seitwärtswurf, Pendelwurf.
Einzelhaken
AusrüstungHaken mit nur einer Spitze. Schonender für den Fisch und in vielen Gewässern beim Kunstköderangeln vorgeschrieben (Drillingsverbot).
Eisangeln
TechnikAngeln durch ein Loch in der Eisdecke zugefrorener Gewässer, meist mit kurzer Rute und Mormyschka. Erfordert besondere Vorsicht und ist nicht überall erlaubt.
Elritze
FischKleiner, schwarmbildender Karpfenfisch (Phoxinus phoxinus) sauberer, sauerstoffreicher Bäche. Wichtiger Indikator für Wasserqualität und Nahrung von Forelle & Co.
Entnahmefenster
RegelwerkLängenbereich (Küttmaß/Kürmaß), innerhalb dessen Fische entnommen werden dürfen. Schützt sowohl Jung- als auch große Laichfische, indem nur mittelgroße Tiere entnommen werden.
F
Fangbuch
RegelwerkPflicht- oder freiwillige Dokumentation der Fänge (Art, Maß, Gewicht, Datum, Gewässer). Dient dem Bestandsmonitoring und ist in vielen Gewässern vorgeschrieben.
Feeder
AusrüstungFutterbehälter aus Metall oder Plastik, der an der Schnur befestigt wird und Lockstoffe im Angelbereich freisetzt.
Feederrute
AusrüstungSpezialrute fürs Feederangeln mit feinen, auswechselbaren Spitzen (Quivertips), die selbst zarteste Bisse anzeigen. Wirft Futterkörbe präzise auf Distanz.
Finesse-Angeln
TechnikSammelbegriff für besonders leichte, zurückhaltende Spinntechniken (Drop-Shot, Ned-Rig, Splitshot) mit feinem Gerät – fängt vorsichtige Raubfische bei hohem Angeldruck.
Fischbesatz
RegelwerkDas gezielte Einsetzen von Fischen in ein Gewässer zur Bestandsstützung oder Wiederansiedlung. Teil der Hegepflicht; muss artgerecht und gewässertypisch erfolgen.
Fischereischein
RegelwerkStaatliche Lizenz, die zum Angeln in Deutschland berechtigt. Wird nach einer Fischereiprüfung ausgestellt. Muss beim Angeln mitgeführt werden.
Fischereiverein
RegelwerkGemeinnütziger Verein, der Gewässerstrecken bewirtschaftet, pachtet und für die Hege und Pflege des Fischbestands verantwortlich ist.
Fischpass
GewässerAuch Fischtreppe oder Fischaufstiegshilfe: Bauwerk, das Wanderfischen das Überwinden von Wehren und Staustufen ermöglicht. Angeln dort ist meist verboten (Schongebiet).
Fischtöter
AusrüstungSchlagholz oder -knüppel zum waidgerechten Betäuben entnommener Fische. Gehört zur Pflichtausrüstung; oft mit Hakenlöser und Maßband kombiniert.
Fluorocarbon
AusrüstungSchnurtyp aus Polyvinylidenfluorid (PVDF). Fast unsichtbar im Wasser (ähnlicher Brechungsindex wie Wasser), kaum Dehnung, abriebfest - ideal als Vorfach.
Forellenregion
GewässerOberster Bereich eines Fließgewässers mit sehr kaltem, sauerstoffreichem Wasser und schneller Strömung. Charakterfisch: Bachforelle.
Freilaufrolle
AusrüstungStationärrolle mit zweitem Bremssystem (Freilauf/Baitrunner), das einem beißenden Fisch Schnur ohne Widerstand abgibt. Standard beim Karpfen- und Aalangeln.
Futterkorb
AusrüstungGelochter Korb (Feeder), der Lockfutter oder Maden direkt zur Montage am Grund transportiert und dort freisetzt. Herzstück des Feederangelns.
Futterschleuder
AusrüstungSchleuderwerkzeug aus Plastik oder Kork, um Futterbällchen oder Lockfutter präzise auf Distanz zu platzieren.
G
Gaff
AusrüstungGroßer Einzelhaken an einem Stiel zum Landen großer Fische. In Deutschland aus Tierschutzgründen bei maßigen, zurückzusetzenden Fischen verboten.
Gebundene Fliege
AusrüstungHandgebundene Kunstfliege aus Federn, Haar, Garn und Häkchen, die Insekten, Krebstiere oder Kleinfische imitiert.
Geflochtene Schnur
AusrüstungSchnur aus mehrfach geflochtenen Polyethylen-Fasern (PE). Sehr dünn, keine Dehnung, hohe Reißkraft - ideal für Jiggen und Spinnfischen.
Gewässerpflege
GewässerMaßnahmen zur Verbesserung der Gewässerqualität: Einsetzen von Fischen, Entfernung von Neophyten, Ufersicherung, Monitoring.
Glasaal
FischDurchsichtiges Jugendstadium des Aals, das nach jahrelanger Wanderung aus der Sargassosee an Europas Küsten ankommt. Symbol für den stark bedrohten Aalbestand.
Groundbait
AusrüstungFertig gemischtes Lockfutter aus Mehl, Lockstoffen und Bindemitteln. Wird zu Bällchen geformt und ins Wasser geworfen oder im Feeder eingebracht.
Grundblei
AusrüstungBeschwerung, die die Montage am Gewässergrund hält. Formen: Sarg-, Krallen-, Birnen-, Inline- oder Tropfenblei – je nach Strömung und Untergrund.
Grundrute
AusrüstungRute fürs Grundangeln mit Blei am oder auf dem Gewässergrund. Oft mit Bissanzeiger oder Zitterspitze, robuster als eine Posenrute.
Gufi
KöderAnglerkurzwort für Gummifisch – Weichplastikköder am Jigkopf, der durch die Jig-Bewegung (Faulenzen, Liften) Raubfische reizt.
Gummifisch
AusrüstungWeicher Kunstköder aus Plastik oder Silikon in Fischform. Wird auf Jigköpfen oder Offsethaken befischt.
H
Hair-Rig
MontageKarpfenmontage, bei der der Köder (Boilie, Mais) nicht am Haken, sondern an einem kurzen Haar (Schnur) hinter dem Haken befestigt ist. Erhöht die Hakenannahmerate.
Hakengröße
AusrüstungMaß für die Größe eines Hakens. Je höher die Zahl (z. B. 20), desto kleiner der Haken; ab Größe 1 folgt die /0-Skala (1/0, 2/0 …) für immer größere Haken.
Hakenlöser
AusrüstungWerkzeug (Zange, Arterienklemme oder Lösestab), mit dem der Haken schnell und schonend aus dem Fischmaul entfernt wird.
Hänger
TechnikFestsitzen von Köder oder Blei an Hindernissen am Grund (Steine, Wurzeln, Kraut). Hängerarme Montagen, Offsethaken und Krautschutz reduzieren Verluste.
Hardbait
KöderSammelbegriff für Hartköder aus Kunststoff oder Holz (Wobbler, Jerkbait, Crankbait, Popper) – im Gegensatz zu Softbaits aus Gummi.
Hauptschnur
AusrüstungDie auf der Rolle aufgewickelte Schnur, die den größten Teil der Angelschnur darstellt. An sie wird oft ein Vorfach geknüpft.
Hecht-Montage
MontageMontage für den Hechtfisch mit Stahlvorfach, da Hecht die Schnur mit scharfen Zähnen durchbeißt. Oft mit großen Einzelhaken, Drillingen oder Zwillingshaken.
Hege
RegelwerkGesetzliche Pflicht, einen artenreichen, gesunden und gewässertypischen Fischbestand zu erhalten und zu fördern – durch Besatz, Strukturpflege und maßvolle Entnahme.
Hegeangler
RegelwerkAngler, der aktiv zur Hege und Pflege des Gewässers beiträgt, z. B. durch Besatzmaßnahmen, Nisthilfenbau oder Gewässerkontrollen.
Hegefischen
RegelwerkGemeinschaftsangeln eines Vereins mit dem Zweck der Bestandsregulierung (z. B. Abfischen überhöhter Weißfischbestände). In manchen Ländern Voraussetzung für legales Gruppenangeln.
Hegene
MontageVorfach mit mehreren kleinen Kunstfliegen (Nymphenimitate) übereinander, beschwert mit einem Endblei. Klassische Montage für Renken/Felchen am Voralpensee.
Hornhecht
FischSchlanker, grün gefärbter Meeresfisch (Belone belone) mit langem Schnabel, der im Frühjahr in Küstennähe (v. a. Ostsee) gefangen wird. Die Gräten sind charakteristisch grün.
Hotspot
GewässerBesonders fängiger Bereich eines Gewässers – etwa Kanten, Krautfelder, Einläufe oder versunkene Strukturen, an denen sich Fische konzentrieren.
I
J
Jerkbait
AusrüstungGroßer, meist schlanker Kunstköder ohne eigene Aktion, der durch Rutenrucke animiert wird. Für Hecht und Huchen.
Jig
AusrüstungKunstköder mit Bleikopf und Haken, auf den ein Gummikörper aufgesteckt wird. Wird durch Auf-und-Ab-Bewegungen animiert.
Jiggen
TechnikFührungstechnik, bei der ein bebleiter Köder durch Anheben der Rute und kontrolliertes Absinken in Sprüngen über den Grund gehüpft wird. Standard beim Zander- und Barschangeln.
Jigkopf
AusrüstungKombinierter Blei-Haken mit einem Öhr zum Befestigen von Gummikörpern. Gewicht (3-50 g) und Hakengröße richten sich nach Köder und Zielfisch.
K
Karausche
FischAnspruchsloser, sehr widerstandsfähiger Karpfenfisch (Carassius carassius) stehender, krautiger Gewässer. Verwechslungsgefahr mit dem Giebel und jungen Karpfen.
Karpfenangeln
TechnikMethode des gezielten Fangens von Karpfen, oft mit Boilies, Hair-Rig-Montagen, Beißanzeigern und langen Wartezeiten.
Karpfenrute
AusrüstungLange, kräftige Rute (meist 3,6 m, 2,75–3,5 lbs) zum Weitwurf schwerer Boilie-Montagen und für den Drill großer Karpfen. Wird paar- oder dreifach auf Rod Pods abgelegt.
Käscher
AusrüstungLandungsnetz zum Entnehmen des Fischs aus dem Wasser. Wichtig beim Catch & Release: Kescher mit Gummierung schützt die Fischschleim-schicht.
Kaulbarsch
FischKleiner, stacheliger Barschverwandter (Gymnocephalus cernua), der gründelnd nach Insektenlarven sucht. Häufiger Beifang und beliebter Köderfisch.
Kescher
AusrüstungGroßes Landungsnetz mit langem Stiel für das Landen von Fischen. Bei Karpfenangeln oft mit Gummierung für schonendes Handling.
Knoten
AusrüstungVerbindung zwischen Schnurenden, Haken und Ködern. Die Knotenfestigkeit bestimmt die Tragkraft. Richtig gebundene Knoten halten 80-95 % der Schnurbruchlast.
Köderfisch
NaturköderToter oder (wo erlaubt) lebender Kleinfisch als Köder für Raubfische. In Deutschland ist das Angeln mit lebendem Köderfisch tierschutzrechtlich verboten.
Köderfischsenke
AusrüstungQuadratisches, an vier Bügeln aufgespanntes Senknetz, mit dem kleine Köderfische gefangen werden. Verwendung ist je nach Bundesland geregelt.
Köhler
FischAuch Seelachs (Pollachius virens): kräftiger Schwarmräuber der Nord- und Ostsee, beliebter Zielfisch beim Pilken und Naturköderangeln vom Kutter.
Krautkante
GewässerÜbergang zwischen bewachsener und freier Wasserfläche. Klassischer Hotspot, weil Raubfische dort im Deckungsschatten auf Beute lauern.
Krautschutz
AusrüstungBügel oder Draht am Köder/Haken, der die Spitze abschirmt, sodass die Montage durch Kraut und Geäst geführt werden kann, ohne hängenzubleiben.
Kunstköder
AusrüstungKünstlicher Köder, der durch Form, Farbe und Lauf Beute imitiert: Wobbler, Gummifisch, Blinker, Spinner, Jig u. a.
L
Laichzeit
RegelwerkFortpflanzungszeit einer Fischart, in der Eier (Laich) abgelegt und befruchtet werden. Grundlage für die gesetzliche Schonzeit zum Schutz des Bestands.
Laufmontage
MontageGrundmontage, bei der das Blei auf der Schnur frei gleiten kann. Der Fisch nimmt Schnur, ohne Widerstand zu spüren - ideal bei vorsichtigen Karpfen und Aalen.
Leader
AusrüstungEnglischer Begriff für Vorfach. Meist aus Fluorocarbon oder Mono; beim Meeresangeln oft aus Monofil in höherer Tragkraft.
Leuchtpose
AusrüstungPose mit Knicklicht oder LED für das Angeln in der Dämmerung und nachts. Zeigt den Biss auch bei Dunkelheit optisch an.
Livebait
NaturköderKöderfisch oder anderer Köder, der lebend angeboten wird. In großen Teilen der DACH-Region aus Tierschutzgründen verboten oder stark eingeschränkt – meist nur toter Köderfisch erlaubt.
Lockfutter
AusrüstungAus Mehl, Partikeln und Lockstoffen gemischtes Futter, das Fische an den Angelplatz zieht und hält. Wird als Ballen, per Futterkorb oder Futterschleuder eingebracht.
Lockstoffe
AusrüstungAromen, Öle und chemische Verbindungen, die Fische über den Geruchssinn anlocken. Natürliche (Würmer, Mais) und synthetische Lockstoffe (Aromen in Boilies).
M
Made
NaturköderLarve der Schmeißfliege und einer der meistverwendeten Naturköder beim Friedfischangeln. Varianten: Pinkies (klein), Caster (verpuppt).
Maigeneration
FischJahreskohorte von Fischen, die im Mai geboren wurde - die stärkste im deutschen Gewässer.
Mais
NaturköderDosenmais ist ein günstiger, fängiger Naturköder auf Karpfen, Schleie, Brachse und Rotauge – einzeln am Haken oder als Anfütterung.
Maische
AusrüstungLockfutter-Grundmischung aus verschiedenen Mehlsorten als Basis für Groundbait.
Maräne
FischAuch Renke oder Felchen (Coregonus): heringsartiger Salmonide tiefer, sauerstoffreicher Seen. Wird mit feinem Gerät und Hegene auf Plankton-Nahrung befischt.
Matchrute
AusrüstungLange, feine Steckrute zum weiten und präzisen Posenangeln auf Friedfische, meist mit Laufpose und feiner Stationärrolle.
Meerforelle
FischAnadrome Wanderform der Forelle (Salmo trutta trutta), die im Meer abwächst und zum Laichen in Flüsse aufsteigt. „Mefo“ ist begehrter Zielfisch beim Brandungs- und Küstenspinnfischen.
Method Feeder
MontageFutterkorb-Montage, bei der das Lockfutter um einen flachen Korb gepresst wird und der kurze Hakenköder direkt darin liegt – sehr fängig auf Karpfen und Brassen.
Mindestmaß
RegelwerkGesetzlich vorgeschriebene Mindestgröße, die ein Fisch haben muss, um entnommen werden zu dürfen. Variiert nach Fischart und Bundesland.
Monofil
AusrüstungEinfädige Kunststoffschnur aus Nylon (Polyamid). Hat Dehnung, ist günstig und für die meisten Angelmethoden geeignet. Schwächt sich durch UV-Licht.
Montage
MontageDie fertige Zusammenstellung aus Schnur, Blei/Pose, Wirbel, Vorfach und Haken zwischen Hauptschnur und Köder – abgestimmt auf Zielfisch und Methode.
Multiplikator-Rolle
AusrüstungAngelrolle, bei der die Spule sich beim Kurbeln mit dreht (Übersetzung). Standard beim Jerken, Meeresangeln und Schleppen. Erfordert mehr Übung als Stationärrollen.
N
Nachtangeln
RegelwerkAngeln nach Einbruch der Dunkelheit. In vielen Bundesländern nur mit ausdrücklicher Genehmigung erlaubt. Besonders erfolgreich für Aal, Karpfen und Wels.
Nase
FischStrömungsliebender Karpfenfisch (Chondrostoma nasus) der Barbenregion mit unterständigem Maul, der Algen von Steinen abweidet. In vielen Flüssen stark zurückgegangen.
Nassfliege
AusrüstungKünstliche Fliege, die unter der Wasseroberfläche geführt wird und ertrinkende Insekten oder Kleinfische imitiert. Gegenstück zur Trockenfliege.
Naturköder
AusrüstungLebende oder tote tierische oder pflanzliche Köder: Würmer, Maden, Mais, Brot, Käse, Fischfilet. Im Gegensatz zu Kunstködern.
Ned-Rig
MontageFinesse-Montage mit kurzem Gummiköder auf einem leichten, oft auftreibenden Mushroom-Jigkopf. Steht aufrecht am Grund und überlistet vorsichtige Barsche.
No-Kill
RegelwerkGewässer- oder Vereinsregel, nach der gefangene Fische grundsätzlich schonend zurückgesetzt werden müssen. Steht im Spannungsfeld zum deutschen Tierschutzrecht.
Nymphe
AusrüstungFliegenimitat des Larvenstadiums von Wasserinsekten, das knapp über Grund geführt wird. Eine der fängigsten Methoden beim Fliegenfischen auf Forelle und Äsche.
O
Oberflächenköder
AusrüstungSchwimmender Kunstköder (Popper, Stickbait, Crawler), der an der Wasseroberfläche geführt wird und spektakuläre Attacken von Raubfischen auslöst.
Offsethaken
AusrüstungHaken, dessen Öhr seitlich versetzt ist. Ermöglicht kopfloses Aufstecken von Gummifischen für einen hakensicheren, versetzfreien Einsatz in Kraut.
Öhr
AusrüstungDas Loch am Ende eines Angelhakens, durch das die Schnur oder das Vorfach gefädelt wird.
Oktopus
KöderWeichplastik-Tintenfischimitat (Octopus-Skirt), das beim Meeresangeln über den Pilker oder Beifänger gezogen wird und durch flatternde Tentakel reizt.
P
Palomar-Knoten
AusrüstungEiner der stärksten Hakenbindungsknoten. Schnur doppelt durch das Öhr führen, Überhandknoten binden, Haken durch Schlaufe führen. Festigkeit: 90-95 %.
Partikel
KöderGekochte Samen und Hülsenfrüchte (Mais, Tigernüsse, Hanf, Weizen) als Futter und Köder beim Karpfen- und Friedfischangeln. Legen einen attraktiven Futterteppich.
Paternoster
MontageMontage, bei der Haken seitlich an Abzweigern hängen, das Blei am Ende der Hauptschnur sitzt. Standard beim Weißfischfischen und Meeresangeln.
PE-Schnur
AusrüstungPolyethylen-Geflechtschnur. Extrem dünn bei hoher Tragkraft, keine Dehnung. Standard beim Jiggen. PE-Stärke wird in Nummern angegeben (z. B. PE 0.6 = ca. 0,12 mm).
Pellet
AusrüstungKomprimiertes Fischfutter-Granulat aus Fischmehl oder Pflanzenstoffen. Köder und Anfuttermittel beim Karpfen-, Forellen- und Feederfischen.
Pilken
TechnikVertikale Meeresangeltechnik vom Boot, bei der ein schwerer Pilker durch Auf- und Abbewegungen der Rute über Grund geführt wird – klassisch auf Dorsch und Köhler.
Pilker
AusrüstungMetallischer Meeresköder aus Blei oder Zinn, 50-500 g schwer. Wird senkrecht auf den Meeresgrund abgesenkt und rhythmisch angehoben.
Plötze
FischAuch Rotauge (Rutilus rutilus): der häufigste heimische Weißfisch. Schwarmfisch und Brot-und-Butter-Zielfisch beim Stipp- und Posenangeln.
Pop-Up
AusrüstungAuftreibender Boilie, der den Haken über dem Grund oder über Kraut präsentiert. Wird mit der Hair-Rig angeboten und oft mit einem Gegengewicht ausbalanciert.
Popper
KöderOberflächenköder mit ausgehöhlter Stirn, der beim ruckartigen Einholen Wasser aufspritzt und „ploppt“. Löst aggressive Attacken von Barsch, Hecht und Rapfen aus.
Pose
AusrüstungSchwimmer aus Balsa, Kork oder Plastik, der den Köder auf Tiefe hält und den Biss durch Abtauchen signalisiert.
Posenangeln
TechnikAngeln mit Schwimmer (Pose), der Köder in der gewünschten Tiefe präsentiert und den Biss optisch anzeigt. Vielseitig auf Friedfisch wie Raubfisch.
Posenstopper
MontageKleiner Gummi- oder Knotenstopper auf der Hauptschnur, der die Lauftiefe einer Gleitpose festlegt. Lässt sich verschieben, um die Angeltiefe einzustellen.
PVA-Beutel
AusrüstungBeutel aus wasserlöslicher PVA-Folie, gefüllt mit Futter oder Pellets. Löst sich am Grund auf und legt einen Futterteppich direkt um den Köder.
Q
Quappe
FischAuch Rutte (Lota lota): einziger heimischer Süßwasser-Dorsch. Nachtaktiver Räuber, der vor allem im kalten Winter beißt und mit Grundmontage befischt wird.
Quivertip
AusrüstungFeine, auswechselbare Zitterspitze der Feederrute, die selbst vorsichtigste Bisse durch ein Zucken oder Durchziehen sichtbar macht.
R
Rapala-Knoten
MontageNicht-klemmender Schlaufenknoten, der dem Kunstköder (besonders Wobbler) maximale Bewegungsfreiheit lässt und so das Laufverhalten verbessert.
Rapfen
FischSchneller Raubfisch der Karpfenartigen (Leuciscus aspius), jagt Kleinfische oft an der Oberfläche. Begehrt beim Spinnfischen mit weit werfbaren Ködern.
Raubfisch
FischFischarten, die hauptsächlich andere Fische fressen: Hecht, Zander, Barsch, Forelle, Lachs, Wels. Zielfische des Spinn- und Raubfischangelns.
Rollenbremse
AusrüstungEinstellbare Bremse an der Angelrolle, die kontrolliert, mit welcher Kraft der Fisch Schnur abziehen kann ohne sie zu reißen.
Rotfeder
FischOberflächenorientierter Weißfisch (Scardinius erythrophthalmus) mit auffällig roten Flossen und oberständigem Maul. Verwechslungsgefahr mit der Plötze.
Rotwurm
NaturköderKleiner, intensiv riechender Kompostwurm (Dendrobaena) und Top-Köder auf Barsch, Schleie, Brachse und Forelle – oft fängiger als der große Tauwurm.
Rückgrat (Rute)
AusrüstungDie Kraftreserve im unteren Rutendrittel, die beim Anschlag und Drill großer Fische zum Tragen kommt. Eine Rute kann weiche Spitze und hartes Rückgrat verbinden.
Rutenring
AusrüstungRing am Rutenblank, durch den die Schnur geführt wird. Material: Aluminiumoxid (Alu-Oxid), SiC (Siliziumkarbid, besonders für Geflechtschnüre geeignet).
S
Saibling
FischKaltwasser-Salmonide der Gattung Salvelinus (See-, Bachsaibling). Lebt in sauerstoffreichen Seen und Gebirgsbächen; begehrter Speise- und Sportfisch.
Sbirolino
MontageSpezielle Wurfpose (auch Bombarde) zum Weitwurf leichter Köder am Forellensee. Es gibt schwimmende, langsam und schnell sinkende Modelle für verschiedene Wassertiefen.
Schlagschnur
AusrüstungKräftiges Schnurstück (Tapered/Leader) zwischen dünner Hauptschnur und Montage, das die Wurfbelastung abfängt und Schnurbruch beim weiten Wurf schwerer Bleie verhindert.
Schleie
FischFriedfischart (Tinca tinca) in schleimiger, olivgrüner Erscheinung. Bewohnt ruhige, pflanzenreiche Gewässer. Gilt als Anfänger-Zielfisch, aber auch für Spezialisten interessant.
Schleppangeln
TechnikAuch Trolling: Köder werden hinter einem langsam fahrenden Boot durchs Wasser gezogen, um große Wasserflächen nach Raubfischen abzusuchen.
Schnur-Clip
AusrüstungClip am Schnur-Rollenbügel, der die ausgeworfene Schnurlänge fixiert. Ermöglicht reproduzierbares Anfüttern immer am gleichen Punkt.
Schonhaken
AusrüstungWiderhakenloser oder angedrückter Haken (barbless), der sich leicht und schonend lösen lässt. In vielen No-Kill- und Forellengewässern vorgeschrieben.
Schonzeit
RegelwerkGesetzlich festgelegte Zeit, in der eine Fischart nicht befischt werden darf. Schützt Fische während der Laichzeit. Variiert stark nach Bundesland.
Schwimmbiss
TechnikBiss, bei dem der Fisch den Köder nimmt und zur Oberfläche schwimmt, sodass die Pose aufrichtet oder auf dem Wasser liegt. Typisch für Karpfen.
Schwimmbrot
TechnikStück Brot, das an der Oberfläche treibend angeboten wird – eine spektakuläre, sichtige Methode auf Karpfen und Döbel in warmen Monaten.
Setzkescher
AusrüstungLanger Netzschlauch, in dem gefangene Fische lebend im Wasser gehältert werden. Einsatz ist in vielen Bundesländern stark eingeschränkt oder nur tierschutzgerecht erlaubt.
Sighter
AusrüstungFarbiger Schnurabschnitt im Leader beim Euro Nymphing, der als visueller Bissanzeiger dient. Ersetzt einen festen Indicator.
Spinner
AusrüstungKunstköder mit rotierendem Metallblatt (Propellerblatt), das Vibrationen und Lichtreflexe erzeugt. Standard-Kunstköder für Forellen und Barsch.
Spinnerbait
KöderSicherheitsnadelförmiger Köder mit rotierenden Spinnerblättern und beködertem Haken am unteren Arm. Hängerarm und reizstark, vor allem auf Barsch und Hecht.
Spod
AusrüstungRaketenförmiger Futterbehälter (Spomb), der per Wurf größere Futtermengen (Boilies, Partikel) präzise auf Distanz am Spot ablädt. Werkzeug des modernen Karpfenangelns.
Springerfliege
MontageZusätzliche Fliege (Dropper), die über der Endfliege an einem kurzen Seitenarm sitzt. Erhöht die Köderauswahl pro Wurf beim Fliegen- und Hegenefischen.
Stahlvorfach
AusrüstungDünnes Stahlseil oder Stahlschnur als Vorfach, das von Raubfischen (vor allem Hecht) nicht durchgebissen werden kann.
Stalking
TechnikPirschangeln: gezieltes Beschleichen einzelner, sichtbarer Fische im Flachwasser mit leichtem Gerät und vorsichtiger Köderpräsentation.
Stationärrolle
AusrüstungAngelrolle, bei der die Spule sich beim Werfen nicht dreht. Einfachste und gebräuchlichste Rollenform für die meisten Angelmethoden.
Steckrute
AusrüstungRute aus mehreren ineinandergesteckten Teilen. Bietet im Vergleich zur Teleskoprute eine gleichmäßigere Aktion, ist aber sperriger im Transport.
Stellfischrute
AusrüstungLange Rute, mit der ein Köderfisch unter einer Pose senkrecht an der Kante oder Spundwand präsentiert wird – klassisch auf Zander und Hecht.
Stinger
MontageZusätzlicher Anhängerdrilling am Gummifisch, der kurz zupackende oder am Schwanz attackierende Raubfische sicher hakt.
Stippfischen
TechnikTraditionelles Weißfischangeln mit langer Teleskoprote (5-13 m) ohne Rolle. Die Pose wird senkrecht unter die Rutenspitze gestippt.
Strip
TechnikBeim Fliegenfischen: Einholen der Fliegenschnur mit der freien Hand in kurzen, ruckartigen Zügen zur Köderanimation.
Strömungskante
GewässerGrenze zwischen schnell und langsam fließendem Wasser im Fluss. Fische stehen in der ruhigeren Zone und warten auf vorbeitreibende Nahrung – ein Top-Hotspot.
T
Tagend
AusrüstungDas freie, überstehende Schnurende nach dem Binden eines Knotens. Wird nach dem Festziehen auf 1-3 mm gekürzt.
Tagesfangbeschränkung
RegelwerkGesetzliche oder vereinsrechtliche Begrenzung der Anzahl entnommener Fische pro Tag. Variiert nach Gewässer, Verein und Fischart.
Tauwurm
NaturköderGroßer Regenwurm (Lumbricus terrestris) und Allround-Naturköder auf nahezu alle Fischarten – vom Barsch bis zum Karpfen, besonders fängig in trübem Wasser.
Teleskoprute
AusrüstungRute, deren Teile ineinander geschoben werden. Sehr kompakt im Transport, daher beliebt als Reise- und Einsteigerrute.
Tenkara
TechnikJapanische Fliegenangeltechnik ohne Rolle. Eine lange Teleskoprote (3,3-4,5 m) mit fester Schnur - simpel, leicht und effektiv in Bergbächen.
Texas-Rig
MontageUS-amerikanische Gummifisch-Montage mit bulletförmigem Blei und kopflos gestecktem Offsethaken - hakensicher in Kraut und Totholz.
Tiefenwasser
GewässerGewässerbereiche ab etwa 6 m Tiefe, in denen Licht- und Temperaturverhältnisse stark von der Oberfläche abweichen. Wichtig für Zander im Sommer.
Tirolerhölzl
MontageStehendes Auftriebs-Bleisystem für strömendes Wasser: ein beschwertes Röhrchen hält den Köder knapp über Grund und reduziert Hänger. Klassisch in Forellen- und Äschenbächen.
Tremarella
TechnikItalienische Forellensee-Technik mit einer sehr weichen Zitterrute, die dem Köder (oft Teig oder Wurm) durch ständiges Vibrieren verführerisches Leben gibt.
Trockenfliege
AusrüstungSchwimmende Fliegenfischerfliege, die Insekten auf der Wasseroberfläche imitiert. Klassisch für Forellen und Äschen.
Trotting
TechnikFließwasser-Posentechnik, bei der eine Pose mit dem Köder kontrolliert mit der Strömung treibt und große Strecken absucht – klassisch auf Döbel, Barbe und Forelle.
Twister
AusrüstungGummifisch mit gewundenem Schwanzteil, das im Wasser vibriert. Günstigster und gebräuchlichster Softbait für Barsch und Zander.
Twitchen
TechnikFührungstechnik für Wobbler, bei der durch kurze, harte Schläge mit der Rutenspitze ein flüchtender, taumelnder Beutefisch imitiert wird.
U
Überhandknoten
AusrüstungDer einfachste Knoten - eine einfache Schleife, die auf sich selbst gezogen wird. Basis für viele komplexere Knoten.
Uferangeln
TechnikAngeln vom Ufer aus – ohne Boot oder Belly Boat. Erfordert das Lesen der ufernahen Strukturen und passende Wurfweiten.
Ultralight
TechnikSehr leichtes Spinnfischen (UL) mit Ködergewichten oft unter 5 g und feinem Gerät. Maximaler Drillspaß an kleinen Raubfischen und Forellen.
Uni-Knoten
AusrüstungVielseitiger Hakenbindungsknoten (auch Grinner-Knoten), der auch zum Verbinden zweier Schnüre (Doppelter Uni) geeignet ist. Funktioniert mit allen Schnurtypen.
Unterhandwurf
TechnikWurftechnik mit einer Bewegung von unten nach oben, ideal unter überhängenden Ästen oder bei beengten Platzverhältnissen am Ufer.
Untermaßig
RegelwerkEin Fisch, der das gesetzliche Mindestmaß nicht erreicht. Muss unverzüglich und schonend zurückgesetzt werden.
V
Vertikalangeln
TechnikSenkrechtes Führen eines Gummifisch- oder Pilkerköders direkt unter dem (oft per Echolot positionierten) Boot. Hocheffektiv auf Zander und Barsch in tiefem Wasser.
Vorfach
AusrüstungKürzerer Schnurabschnitt (20-100 cm) zwischen Hauptschnur und Haken aus Fluorocarbon, Mono oder Stahl. Schützt vor Bissen und ist oft unauffälliger.
W
Wagglerpose
AusrüstungNur am unteren Ende befestigte Laufpose für Stillgewässer und langsame Flüsse. Erlaubt weite, präzise Würfe und feines Posenangeln auf Distanz.
Waller
FischAnglername für den Wels (Silurus glanis), Europas größter Süßwasserfisch. Wird u. a. mit Köderfisch, Tauwurmbündel oder per Klopftechnik (Wallerholz) befischt.
Wallerholz
AusrüstungGebogenes Holzgerät, mit dem auf die Wasseroberfläche geschlagen wird, um Welse (Waller) anzulocken. Erzeugt ein tiefes, blubberndes Geräusch.
Wasserkugel
MontageDurchsichtige, mit Wasser befüllbare Kugelpose, die das Wurfgewicht stellt und sehr leichte Köder (Fliege, Teig) auf Distanz bringt. Günstige Alternative zum Sbirolino.
Wathose
AusrüstungWasserdichte Hose oder Overall, die bis zur Hüfte oder Brust reicht. Ermöglicht dem Fliegenfischer das Waten im Gewässer.
Wattwurm
NaturköderIm Wattboden lebender Meereswurm und Top-Köder beim Brandungs- und Bootsangeln in Nord- und Ostsee auf Plattfisch und Dorsch.
Weißfisch
FischSammelbegriff für Friedfischarten wie Rotauge, Brasse, Güster, Rotfeder, Döbel. Keine Raubfische.
Widerhaken
AusrüstungKleine Sperre an der Hakenspitze, die das Zurückgleiten des Hakens verhindert. Wird beim schonenden Angeln angedrückt (barbless), um den Fisch leichter zu lösen.
Wirbel
AusrüstungKleines Drehgelenk zwischen Hauptschnur und Vorfach, das Schnurdrall beim Ködern mit rotierenden Ködern verhindert.
Wobbler
AusrüstungKunstköder aus Holz oder Plastik, der Fische imitiert und durch Schluckflosse und Körperform eine wackelnde Bewegung erzeugt.
Wurfgewicht
AusrüstungAuf der Rute angegebener Gewichtsbereich (z. B. 10–40 g), in dem Köder und Montage optimal geworfen werden, ohne die Rute zu überlasten. Kurz: WG.
Wurfweite
TechnikErreichbare Distanz beim Auswerfen, abhängig von Rute, Schnurdurchmesser, Wurfgewicht und Technik. Beim Distanz- und Brandungsangeln entscheidend für den Erfolg.
Z
Zanderangeln
TechnikGezieltes Befischen des Zanders (Sander lucioperca). Haupttechnik: Jiggen, Vertikalangeln, Schleppen mit Gummifischen. Zander bevorzugen trübes Wasser und stehen bodennah.
Zielfisch
TechnikDie Fischart, auf die das Angeln gezielt ausgerichtet ist. Bestimmt Gerät, Köder, Montage und Angelplatz.
Zocken
TechnikVertikale Technik mit einem schweren Blinker oder Pilker (Zocker), der unter der Rutenspitze auf- und abgetanzt wird – auf Barsch und Dorsch über Struktur.
Zubringer
GewässerKleiner Nebenfluss, der in einen größeren Fluss mündet. Wichtiger Lebensraum für laichende Fische (Forellen, Lachse).
Zugkraft
AusrüstungMaximale Belastbarkeit der Schnur oder des Knotens. Wird in Kilogramm oder Pfund angegeben. Bestimmt den geeigneten Einsatzbereich.
Zupfen
TechnikAktive Köderführung mit kleinen, unregelmäßigen Rucken der Rutenspitze, um einem Grund- oder Gummiköder Leben einzuhauchen. Typisch beim Drop-Shot und Faulenzen.
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