Angeln und Naturschutz schließen sich nicht aus - sie gehören zusammen.
Wer sein Revier kennt, seinen Fisch respektiert und verantwortungsvoll
handelt, sichert das Hobby für die nächste Generation.
Unsere Haltung: Wir sind
Angler - keine Aktivisten und keine Prediger. Aber wir glauben, dass ein
Angler, der sein Gewässer versteht und den Fisch wertschätzt, besser
angelt und den Bestand langfristig sichert. Die Artikel hier sind
pragmatisch, direkt und manchmal unbequem. Ohne Schaum vor dem Mund.
Das schonende Zurücksetzen von Fischen – sinnvoll bei untermassigen und geschonten Fischen, rechtlich aber nicht überall als Selbstzweck erlaubt.
Beim Catch & Release wird der Fang schonend zurückgesetzt. In DACH ist das geboten bei untermassigen oder geschonten Fischen. Reines Zurücksetzen aus rein sportlichen Gründen (ohne Hege-/Nahrungsgrund) ist rechtlich umstritten und teils unzulässig – Tierschutzrecht beachten.
Praxis-Tipps
Fisch mit nassen Händen anfassen, Schleimhaut schonen.
Erschöpften Fisch im Wasser stützen, bis er selbst abtaucht.
Rechtlicher Bezug: Tierschutzgesetz; bei untermassigen/geschonten Fischen verpflichtend. Selbstzweck-C&R regional unzulässig.
Nachhaltiges Angeln
Massvolle Entnahme, Hege und Rücksicht sichern gesunde Bestände und intakte Gewässer für die Zukunft.
Nachhaltiges Angeln bedeutet, nur so viel zu entnehmen, wie der Bestand verträgt, gefährdete Arten zu schonen und das Gewässer sauber zu halten. Angelvereine übernehmen mit Hege, Besatz und Gewässerpflege wichtige Naturschutzaufgaben.
Praxis-Tipps
Nur entnehmen, was man verwertet (Maverein statt Maximierung).
Gefährdete und große Laichfische schonen.
Muell (auch Schnurreste) immer mitnehmen.
Bleifreie Alternativen erwägen, wo sinnvoll.
Keine fremden Arten oder Köderfische einschleppen.
Rechtlicher Bezug: Hegepflicht in vielen Landesfischereigesetzen verankert.
Neozön & invasive Arten
Eingeschleppte Arten wie Grundeln oder Sonnenbarsch können heimische Ökosysteme verändern.
Neozön sind tierische Arten, die durch den Menschen in neue Gebiete gelangt sind. Manche, etwa Schwarzmund-Grundel, Sonnenbarsch oder Signalkrebs, breiten sich stark aus und konkurrieren mit heimischen Arten. Die Regenbogenforelle ist ein etablierter, meist als Besatz gehaltener Neozoon.
Praxis-Tipps
Gefangene invasive Arten nicht zurücksetzen, wo es die Regeln verlangen (lokale Vorgaben prüfen).
Gerät zwischen Gewässern reinigen/trocknen (gegen Verschleppung).
Keine fremden Tiere oder Pflanzen ins Gewässer einbringen.
Rechtlicher Bezug: EU-Verordnung zu invasiven Arten; nationale Vorgaben beachten.
Bedrohte Fischarten
Mehrere heimische Arten wie der Europäische Aal sind gefährdet und besonders geschützt.
Einige heimische Fischarten sind durch Lebensraumverlust, Querverbauung und Überfischung bedroht. Der Europäische Aal gilt als stark gefährdet (EU-Aalverordnung). Auch Arten wie Nase, Äsche oder Maifisch stehen unter Druck. Angler können durch Schonung und Hege beitragen.
Praxis-Tipps
Schon- und Fangbestimmungen für gefährdete Arten strikt einhalten.
Beifang geschützter Arten schonend zurücksetzen.
Renaturierungs- und Besatzprojekte der Vereine unterstützen.
Sauberkeit, Rücksicht auf Ufervegetation und Wildtiere gehören zum verantwortungsvollen Angeln.
Ein gesundes Gewässer ist die Grundlage des Angelns. Verschmutzung, zertrampelte Uferzonen und gestörte Brutgebiete schaden Fischen und anderen Tieren. Rücksichtsvolles Verhalten erhält das Revier für alle.
Praxis-Tipps
Sämtlichen Muell mitnehmen, besonders Schnurreste und Haken (Gefahr für Vögel).
Schilf- und Brutzonen während der Brutzeit meiden.
Keine Feuer außerhalb erlaubter Stellen, Lärm vermeiden.
Trittschäden am Ufer vermeiden, Wege nutzen.
Rechtlicher Bezug: Naturschutz- und Wasserrecht; Gewässerordnungen.
Vom Wasser auf den Tisch
Fang verwerten statt wegwerfen: unsere Rezepte machen aus dem Fang ein
echtes Erlebnis.
Diese Inhalte pflegen wir offen mit der Angler-Community aus frei
verfügbaren Quellen. Fehler entdeckt, Angaben veraltet oder etwas zu
ergänzen? Sag uns kurz Bescheid – jeder Hinweis zählt.