Das Vertikalangeln ist eine effektive Bootsangeltechnik, bei der der Köder senkrecht unter dem Boot geführt wird - daher der Name. Der Angler hält mit einem Echolot Fische im Blick und positioniert den Köder direkt vor die Schnauzen der Tiere.
Technik:
Gummifisch oder Jig senkrecht absinken lassen, bis er auf dem Grund aufschlägt. Dann langsam anheben (10-30 cm), kurze Pause, wieder senken. Das Boot driftet dabei langsam mit Wind oder Strömung.
Echolot:
Ein Echolot ist beim Vertikalangeln unverzichtbar. Sichtbar werden Fischschwarmsignaturen, Bodenstruktur und Unterwasserkanten, an denen Raubfische stehen.
Vorteil:
Da der Köder kaum horizontal bewegt wird, bleibt er sehr lange in der Beißzone der Fische - ideal, wenn Zander in tiefen Rinnen stehen.
Profi-Tipps
- Boot langsam driften lassen (0,3-0,8 km/h) - zu schnell reißt den Köder aus der Beißzone.
- Dünne Schnur (0,08 mm) maximiert den Köderkontakt und Bisssignale.
- Im Winter in tiefen Rinnen (8-15 m) nach Zanderschulen suchen.
- Bei starkem Wind: Driftanker einsetzen, um die Driftgeschwindigkeit zu kontrollieren.
Häufige Fehler
- Zu schwerer Jig bei seichtem Wasser - Köder bleibt nicht lange in der Beißzone.
- Zu schnelles Driften verhindert ausreichend lange Bisszeiten.
- Keine Variation der Ködertiefe - Fische stehen manchmal 1 m über dem Grund.