Rotauge
Rutilus rutilus
Karpfenfische (Cyprinidae)Einer der häufigsten Fische Mitteleuropas und idealer Anfängerfisch für das Posenangeln.
Rotauge
Rutilus rutilus
Das Rotauge ist ein gesellig lebender Schwarmfisch unserer stehenden und fließenden Gewässer. Die eher anspruchslose Art ist in Deutschland fast überall vertreten. Sie fehlt meist nur in sehr schnell fließenden Gewässern der Quell- bzw. Forellenregion sowie in hoch gelegenen und sehr kalten Seen der Alpen.
Rotaugen haben ein sehr breites Nahrungsspektrum, das von den vorhandenen Bodenorganismen über die verfügbaren Wasserpflanzen und Algen bis hin zu Anflugnahrung reicht. Entsprechend finden sich größere Bestände sowohl in pflanzenreichen Naturseen, nahezu pflanzenlosen Baggerseen oder auch in mittel- bis langsam fließenden Flüssen.
Bei nur oberflächlicher Betrachtung kann die Art leicht mit ähnlichen Arten wie der Rotfeder oder dem Aland verwechselt werden. Auch der Frauennerfling zeigt viele äußerliche Übereinstimmungen mit dem Rotauge. Es gibt jedoch einige Merkmale wie Augenfarbe, Flossenstellung, Größe der Schuppen oder auch die Maulstellung, die eine Unterscheidung der Arten erleichtern (siehe auch Bestimmung);
Obwohl Rotaugen als Vertreter der Karpfenfische ein eher grätiges Fleisch besitzen, sind sie fischereiwirtschaftlich zumindest regional von größerer Bedeutung, da ihr Fleisch sehr schmackhaft und bei entsprechender Zubereitung auch die Gräten weitgehend entfernt bzw. unschädlich gemacht werden können. Für die Angelfischerei war und ist das Rotauge ein äußerst beliebter Fisch für den Stipp- und Grundangler.
Erkennungsmerkmale
- Silbriger Körper, rote Iris (Auge)
- Rote bis orange Bauch- und Afterflossen
- Endständiges Maul
- Rückenflossenansatz über der Bauchflosse
Laichzeit
April bis Juni
Beste Fangzeit
Ganzjährig, gut auch im Winter
Nahrung
Fangmethoden
Gut zu wissen
Bissfreudig und anspruchslos – perfekt, um das Posenangeln zu erlernen. Wichtige Beute für Raubfische.
Schonzeiten & Mindestmaße nach Bundesland
Alle Bundesländer →| Bundesland | Schonzeit | Mindestmaß |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg | — | — |
| Bayern | — | — |
| Berlin | — | — |
| Brandenburg | — | — |
| Bremen | — | — |
| Hamburg | — | — |
| Hessen | — | — |
| Mecklenburg-Vorpommern | — | — |
| Niedersachsen | — | — |
| Nordrhein-Westfalen | — | — |
| Rheinland-Pfalz | — | 15 cm |
| Saarland | — | — |
| Sachsen | — | — |
| Sachsen-Anhalt | — | — |
| Schleswig-Holstein | — | — |
| Thüringen | — | — |
Community-Daten, ohne Gewähr. Schonzeiten und Mindestmaße unterscheiden sich je nach Gewässer, Verein und Verordnung und ändern sich regelmäßig. Verbindlich ist immer die aktuelle Landesfischereiverordnung bzw. die jeweilige Gewässerordnung. „—" = keine landesweite Angabe.
Häufige Fragen zum Rotauge
› Wie groß wird der Rotauge?
Der Rotauge erreicht typischerweise 10-25 cm (max. 45). Das Gewicht liegt bei 0.05-0.4 kg (max. 2).
› Wie fängt man den Rotauge?
Bewährte Methoden sind Posenangeln, Stippangeln, Feedern (Korbfuttern). Als Köder eignen sich Made, Brot, Teig, Mais.
› Wann beißt der Rotauge am besten?
Ganzjährig, gut auch im Winter
› Wann laicht der Rotauge?
Die Laichzeit ist April bis Juni. In dieser Zeit gilt häufig eine Schonzeit.
› Hat der Rotauge eine Schonzeit?
Ja. Schonzeit und Mindestmaß für den Rotauge unterscheiden sich je Bundesland – die genauen Werte stehen in der Tabelle oben. Verbindlich ist die Landesfischereiverordnung.
› Kann man den Rotauge essen?
Ja, der Rotauge ist ein geschätzter Speisefisch.
Passend zum Rotauge
Rotauge auf Angelradar.de
Fangberichte, Angelgewässer und Community-Tipps rund um den Rotauge.
Informationen teilweise aus: anglermap.de