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Lexikon Angelradar
Bachforelle

Bachforelle

Salmo trutta fario

Salmoniden (Salmonidae)

Standorttreuer Salmonide kühler, sauerstoffreicher Fließgewässer mit charakteristischen roten Punkten.

Bachforelle (Salmo trutta (fario))

Die Bachforelle bevorzugt schnell fließende, sauerstoffreiche und sommerkühle Fließgewässer und ist zugleich namengebend für die obere, sogenannte Forellenregion unserer Flüsse und Bäche. Ihre Verbreitung ist jedoch nicht auf die Forellenregion beschränkt, sie kommt in durchaus größeren Beständen auch in Seen und Talsperren vor, soweit eine Wandermöglichkeit zu geeigneten Laichhabitaten gewährleistet ist. Dabei sind die Ansprüche an das Laichgewässer bei der Bachforelle besonders hoch. Eine erfolgreiches Aufkommen ist vor allem an eine möglichst geringe Belastung und eine ausreichende Strukturvielfalt gebunden, die viele potentielle geeignete Fließgewässer heute nicht mehr aufweisen. Daher sind die Bestände dieser Art vielerorts das Ergebnis regelmäßiger und langfristiger Besatzmaßnahmen der Pächtervereine.

Die Bachforelle gilt als die standorttreue Form der Art Salmo trutta und führt im Gegensatz z.B. zur Meerforelle (Salmo trutta trutta) nur begrenzte Wanderungen innerhalb ihres Gewässersystems durch. Sie ernährt sich von den vorhandenen wirbellosen Kleintieren des Gewässers einschl. Anflugnahrung, lebt jedoch auch häufig überwiegend räuberisch und ernährt sich von den vorhandenen Kleinfischen wie Elritzen, Groppen, Schmerlen oder der eigenen Fischbrut.

Fischereiwirtschaftlich ist die Art von hoher Bedeutung. Sie wird in großen Mengen als Speisefisch oder zu Besatzzwecken gezüchtet. Für den Angler ist sie ein äußerst beliebter Speisefisch, dem in vielen Gewässern überwiegend mit Kunstködern wie Blinker, Spinner oder auch mit der Fliegenrute nachgestellt wird.

Erkennungsmerkmale

  • Rote Punkte mit hellem Hof, dazu schwarze Punkte
  • Fettflosse zwischen Rückenflosse und Schwanz
  • Kräftige, gedrungene Gestalt
  • Färbung variiert stark nach Gewässer

Laichzeit

Oktober bis Januar (Herbst-/Winterlaicher, daher Winterschonzeit)

Beste Fangzeit

Frühjahr und Sommer außerhalb der Schonzeit; bei Insektenflug

Nahrung

InsektenInsektenlarvenBachflohkrebsekleine Fische

Fangmethoden

FliegenfischenSpinnfischenNaturköderangeln

Gut zu wissen

Steht standorttreu hinter Strömungshindernissen. Leitfisch für saubere, kühle Gewässer (Forellenregion).

Schonzeiten & Mindestmaße nach Bundesland

Alle Bundesländer →
Bundesland Schonzeit Mindestmaß
Baden-Württemberg 01.10.-28.02. 20-30 cm
Bayern 01.10.-15.03. 26 cm
Berlin 01.10.-30.04. 30 cm
Brandenburg 16.10.-15.04. 30 cm
Bremen 15.10.-15.03. 30 cm
Hamburg 15.10.-15.02. 20-40 cm
Hessen 01.10.-31.03. 25-60 cm
Mecklenburg-Vorpommern 01.10.-31.03. 30 cm
Niedersachsen 15.10.-15.02. 25 cm
Nordrhein-Westfalen 20.10.-15.03. 25 cm
Rheinland-Pfalz 15.10.-15.03. 25 cm
Saarland 01.10.-31.03. 25 cm
Sachsen 01.10.-30.04. 28 cm
Sachsen-Anhalt 15.09.-31.03. 25 cm
Schleswig-Holstein 01.10.-28.02. 30 cm
Thüringen 01.10.-31.03. 30 cm

Community-Daten, ohne Gewähr. Schonzeiten und Mindestmaße unterscheiden sich je nach Gewässer, Verein und Verordnung und ändern sich regelmäßig. Verbindlich ist immer die aktuelle Landesfischereiverordnung bzw. die jeweilige Gewässerordnung. „—" = keine landesweite Angabe.

Häufige Fragen zum Bachforelle

Wie groß wird der Bachforelle?

Der Bachforelle erreicht typischerweise 20-40 cm (max. 80). Das Gewicht liegt bei 0.2-1.5 kg (max. 10).

Wie fängt man den Bachforelle?

Bewährte Methoden sind Fliegenfischen, Spinnfischen, Naturköderangeln. Als Köder eignen sich Künstliche Fliege, Spinner, Tauwurm.

Wann beißt der Bachforelle am besten?

Frühjahr und Sommer außerhalb der Schonzeit; bei Insektenflug

Wann laicht der Bachforelle?

Die Laichzeit ist Oktober bis Januar (Herbst-/Winterlaicher, daher Winterschonzeit). In dieser Zeit gilt häufig eine Schonzeit.

Hat der Bachforelle eine Schonzeit?

Ja. Schonzeit und Mindestmaß für den Bachforelle unterscheiden sich je Bundesland – die genauen Werte stehen in der Tabelle oben. Verbindlich ist die Landesfischereiverordnung.

Kann man den Bachforelle essen?

Ja, der Bachforelle ist ein geschätzter Speisefisch. Ein passendes Rezept: Forelle klassisch gebraten.

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Informationen teilweise aus: anglermap.de

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