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Schleie

Schleie

Tinca tinca

Karpfenfische (Cyprinidae)

Kräftiger, schleimiger Friedfisch krautreicher Stillgewässer mit auffallend kleinen, leuchtenden Augen.

Schleie

Tinca tinca

Die Schleie ist eine bodenorientierte Fischart unserer stehenden und langsam fließenden Gewässer. Sie bevorzugt dabei pflanzenreiche Gewässer mit eher schlammigem Untergrund und ernährt sich hauptsächlich von Bodenorganismen wie Würmern, Insektenlarven, Muscheln oder Schnecken, die sie vom Boden aufsammelt oder in den Wasserpflanzen findet. Typische Reviere sind Seen vom Typ Hecht-Schleie-See, also pflanzenreiche, eher flachere und sommerwarme Gewässer sowie Bereiche unserer langsam fließenden Flüsse, die ausreichende Bestände an Schilf, Seerosen und Unterwasserpflanzen aufweisen.

Aufgrund ihrer Gestalt und Farbgebung gehört die Schleie sicher zu den leicht identifizierbaren Fischarten unserer Gewässer. Typisch sind die abgerundeten Flossen, die gelbbraune bis gelbgrüne Färbung sowie die stark schleimige Haut der Schleie, die sich schon in ihrem Namen ausdrückt.

Fischereiwirtschaftlich spielt die Schleie vor allem als Besatzfisch eine Rolle. Eine Vermarktung als Speisefisch erfolgt eher selten. Als Angelfisch gehört die Schleie zu den bevorzugten Beutefischen, zumal auch ihr Fleisch sehr geschätzt wird.

Erkennungsmerkmale

  • Dunkel-oliv bis goldgrün, sehr schleimig
  • Kleine, leuchtend rot-orange Augen
  • Abgerundete Flossen
  • Je ein kurzes Bartel im Mundwinkel

Laichzeit

Mai bis Juli (wärmeliebend)

Beste Fangzeit

Früher Morgen und Abend in den warmen Monaten

Nahrung

InsektenlarvenSchneckenMuschelnPflanzen

Empfohlene Köder

Fangmethoden

PosenangelnGrundangelnFeedern (Korbfuttern)

Gut zu wissen

Liebt verkrautete, flache Uferzonen. Aufsteigende Luftbläschen verraten oft fressende Schleien.

Schonzeiten & Mindestmaße nach Bundesland

Alle Bundesländer →
Bundesland Schonzeit Mindestmaß
Baden-Württemberg 15.05.-30.06. 25 cm
Bayern 01.05.-30.06. 26 cm
Berlin 25 cm
Brandenburg 25 cm
Bremen
Hamburg 25-45 cm
Hessen 01.05.-30.06. 25-45 cm
Mecklenburg-Vorpommern 25 cm
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen 25 cm
Rheinland-Pfalz 25 cm
Saarland 25 cm
Sachsen 25 cm
Sachsen-Anhalt 25 cm
Schleswig-Holstein 25 cm
Thüringen 30 cm

Community-Daten, ohne Gewähr. Schonzeiten und Mindestmaße unterscheiden sich je nach Gewässer, Verein und Verordnung und ändern sich regelmäßig. Verbindlich ist immer die aktuelle Landesfischereiverordnung bzw. die jeweilige Gewässerordnung. „—" = keine landesweite Angabe.

Häufige Fragen zum Schleie

Wie groß wird der Schleie?

Der Schleie erreicht typischerweise 25-45 cm (max. 70). Das Gewicht liegt bei 0.5-2 kg (max. 7).

Wie fängt man den Schleie?

Bewährte Methoden sind Posenangeln, Grundangeln, Feedern (Korbfuttern). Als Köder eignen sich Tauwurm, Mais, Made, Boilie.

Wann beißt der Schleie am besten?

Früher Morgen und Abend in den warmen Monaten

Wann laicht der Schleie?

Die Laichzeit ist Mai bis Juli (wärmeliebend). In dieser Zeit gilt häufig eine Schonzeit.

Hat der Schleie eine Schonzeit?

Ja. Schonzeit und Mindestmaß für den Schleie unterscheiden sich je Bundesland – die genauen Werte stehen in der Tabelle oben. Verbindlich ist die Landesfischereiverordnung.

Kann man den Schleie essen?

Ja, der Schleie ist ein geschätzter Speisefisch.

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Informationen teilweise aus: anglermap.de

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