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Döbel

Döbel

Squalius cephalus

Karpfenfische (Cyprinidae)

Robuster, anpassungsfähiger Fluss-Fisch, der im Alter räuberisch wird – ein dankbarer und kampfstarker Zielfisch.

Döbel

Squalius cephalus

Der Döbel ist eine recht weit verbreitete Fischart, die vor allem in unseren Fließgewässern bis hinauf in die Forellenregion zu finden ist. Im Stillwasser trifft man die Art meist nur bei vorhandener Anbindung zu fließenden Gewässern an wie z.B. in Talsperren, Stauseen oder Flussseen. Hier bilden sie bei geeigneten Bedingungen durchaus größere Bestände.

Als Vertreter der Karpfenfische ist der Döbel neben dem Rapfen die einzige weitgehend räuberisch lebende Fischart, wobei die überwiegend fischfressende Lebensweise meist erst im fortgeschrittenem Alter einsetzt. Sowohl die Jungfische als auch juvenile Exemplare leben weitgehend gesellig und ernähren sich als Allesfresser von tierischem und pflanzlichem Material sowie von Kleinfischen. Dabei sind sie besonders an warmen und sonnigen Tagen gut zu beobachten, wenn sie sich in kleineren oder größeren Trupps in strömungsberuhigten Zonen nahe der Oberfläche wie zum Sonnen versammeln. Größere adulte Döbel werden mehr und mehr zu Einzelgängern und ziehen auf der Suche nach Nahrung oft in ufernahen Bereichen langsam ihre Bahnen, wo auch sie häufig einfach zu entdecken sind.

In seinem Habitus ähnelt der Döbel den Arten Hasel und Aland. Eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale ist hier die nur beim Döbel nach außen (konvex) gewölbte Afterflosse, die bei den anderen beiden genannten Arten konkav geformt ist (siehe auch Bestimmung).

Wirtschaftlich spielt der Döbel keine Rolle, er wird jedoch vielerorts als vermeintlicher Laichräuber und Nahrungskonkurrent wirtschaftlich interessanter Fischarten angesehen und soweit möglich kurz gehalten. Als Angelfisch ist er recht beliebt und wird besonders im Sommer neben den üblichen künstlichen und natürlichen Ködern gerne und sehr erfolgreich mit Kirschen gefangen.

Erkennungsmerkmale

  • Walzenförmiger, kräftiger Körper
  • Großer Kopf mit breitem, endständigem Maul
  • Große, dunkel umrandete Schuppen (Netzmuster)
  • Rötlich getönte Bauch- und Afterflossen

Laichzeit

April bis Juni (Eiablage auf Kiesbänken in der Strömung)

Beste Fangzeit

Warme Sommermonate; sonnige Tage an der Oberfläche

Nahrung

InsektenWürmerPflanzenObst/Beerenkleine Fische (im Alter)

Empfohlene Köder

Fangmethoden

PosenangelnFeedern (Korbfuttern)Spinnfischen

Gut zu wissen

Extrem scheu und vorsichtig; steht gern unter überhängenden Büschen. Frisst fast alles, auch Obst wie Kirschen und Holunderbeeren.

Schonzeiten & Mindestmaße nach Bundesland

Alle Bundesländer →
Bundesland Schonzeit Mindestmaß
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin 30 cm
Brandenburg
Bremen 30 cm
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen 20 cm

Community-Daten, ohne Gewähr. Schonzeiten und Mindestmaße unterscheiden sich je nach Gewässer, Verein und Verordnung und ändern sich regelmäßig. Verbindlich ist immer die aktuelle Landesfischereiverordnung bzw. die jeweilige Gewässerordnung. „—" = keine landesweite Angabe.

Häufige Fragen zum Döbel

Wie groß wird der Döbel?

Der Döbel erreicht typischerweise 30-50 cm (max. 70). Das Gewicht liegt bei 0.5-1.5 kg (max. 5).

Wie fängt man den Döbel?

Bewährte Methoden sind Posenangeln, Feedern (Korbfuttern), Spinnfischen. Als Köder eignen sich Tauwurm, Made, Brot, Kirsche.

Wann beißt der Döbel am besten?

Warme Sommermonate; sonnige Tage an der Oberfläche

Wann laicht der Döbel?

Die Laichzeit ist April bis Juni (Eiablage auf Kiesbänken in der Strömung). In dieser Zeit gilt häufig eine Schonzeit.

Hat der Döbel eine Schonzeit?

Ja. Schonzeit und Mindestmaß für den Döbel unterscheiden sich je Bundesland – die genauen Werte stehen in der Tabelle oben. Verbindlich ist die Landesfischereiverordnung.

Kann man den Döbel essen?

Ja, der Döbel ist ein geschätzter Speisefisch.

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Informationen teilweise aus: anglermap.de

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