Brassen
Abramis brama
Karpfenfische (Cyprinidae)Hochrückiger Schwarm-Friedfisch, klassischer Zielfisch beim Feeder- und Posenangeln.
Brassen
Abramis brama
Der Brassen, im Volksmund auch Brachsen, Bresen oder Blei genannt, ist eine gesellig lebende und weit verbreitete Fischart unserer stehenden und langsam fließenden Gewässer. Namensgebend für den Unterlauf unserer Flüsse, die sog. Brassenregion, bevorzugt der Brassen Gewässer mit weichem bis schlammigem Grund und großflächigen Pflanzenbestände. Als bodenorientierte Art ernährt sich der Brassen nach dem Jungfischstadium überwiegend von der wirbellosen Kleintierfauna, die er mit seinem leicht unterständigen und vorstülpbaren Maul vom Gewässerboden aufsammelt. Bei guten Ernährungsbedingungen ist der Brassen recht schnellwüchsig und erreicht Gewichte deutlich über 5 kg.
Verwechselt wird der Brassen häufig mit der Güster, die eine ähnlich hochrückige und seitlich abgeflachte Körperform aufweist. Wichtige Unterscheidungsmerkmale sind hier z.B. Augendurchmesser, Größe und Ansatz der Afterflosse oder auch Färbung der Flossenansätze (siehe auch Bestimmung).
Fischereiwirtschaftlich spielt der Brassen nur regional eine größere Rolle, obwohl er häufig einen Großteil der Fischbiomasse ausmacht. Das für die Karpfenfische typische grätenreiche Fleisch ist wahrscheinlich auch beim Brassen der Grund für eine eher zurückhaltende Nachfrage des Verbrauchers. Für Angler ist der Brassen dort, wo er gut abwächst, ein beliebter Zielfisch, der auch als Speisefisch durchaus begehrt ist.
Erkennungsmerkmale
- Hoher, seitlich stark abgeflachter Körper
- Vorstülpbares, unterständiges Maul
- Graubraun bis bronzefarben, viel Schleim
- Lange Afterflosse
Laichzeit
April bis Juni (lautes 'Brassenschlagen' im Flachwasser)
Beste Fangzeit
Dämmerung und Nacht; warme Monate
Nahrung
Fangmethoden
Gut zu wissen
Zieht in großen Schwärmen über den Grund. Wo ein Brassen beißt, sind meist viele.
Häufige Fragen zum Brassen
› Wie groß wird der Brassen?
Der Brassen erreicht typischerweise 30-50 cm (max. 80). Das Gewicht liegt bei 0.5-3 kg (max. 9).
› Wie fängt man den Brassen?
Bewährte Methoden sind Feedern (Korbfuttern), Posenangeln, Grundangeln. Als Köder eignen sich Made, Tauwurm, Mais, Teig.
› Wann beißt der Brassen am besten?
Dämmerung und Nacht; warme Monate
› Wann laicht der Brassen?
Die Laichzeit ist April bis Juni (lautes 'Brassenschlagen' im Flachwasser). In dieser Zeit gilt häufig eine Schonzeit.
› Kann man den Brassen essen?
Ja, der Brassen ist ein geschätzter Speisefisch.
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Informationen teilweise aus: anglermap.de